Gartentrampolin im Winter abbauen und winterfest machen – So geht’s

Draußen wird es kälter und die Tage werden kürzer. Jetzt ist es Zeit, den Garten winterfest zu machen. Aber nicht nur die Pflanzen wollen durch Abdeckungen geschützt oder nach drinnen gebracht werden. Auch das Gartentrampolin solltest du für den Winter vorbereiten, damit es möglichst lange hält und deine Kinder im nächsten Frühjahr wieder darauf toben können.

Gartentrampolin im Garten
Im Winter solltest Du das Gartentrampolin abbauen

Warum das Trampolin winterfest machen?

Material

Die Hersteller von Trampolinen werben zwar damit, dass ihre Geräte so stabil und solide gebaut sind, dass sie auch den Winter draußen problemlos überstehen. Trotzdem tragen Kälte und Feuchtigkeit immer dazu bei, dass das Material des Trampolins strapaziert wird. So kann Rost an den Metallteilen die Folge sein. Wesentlich gefährlicher sind jedoch Ermüdungen des Materials bei den Kunststoffteilen, wie dem Sprungtuch oder dem Sicherheitsnetz. Extreme Kälte und Nässe können den Kunststoff porös werden lassen. Ein trocken eingelagertes Trampolin hält bis zu 3 Jahre länger.

Schnee und Eis mit der Feuchtigkeit tut keinem Gartentrampolin gut

Wind und Schnee

Herbst und Winter bringen aber auch extremere Wetterverhältnisse. Herbststürme können ein Trampolin sogar aus den Verankerungen reißen und stark beschädigen. Eine Gefahr für die Federn und die Elastizität des Sprungtuches ist der Schnee im Winter. Bei starkem Schneefall ist die Höchstbelastungsgrenze für das Gewicht schnell erreicht und das Sprungtuch kann Schaden nehmen. Wenn du nicht auch noch auf dem Trampolin Schnee schippen willst, bist du gut beraten, es abzubauen und einzulagern.

Tipp: Das Trampolin immer abbauen

Wenn du genug Platz in der Garage oder in einem Unterstand hast, kannst du das Trampolin natürlich auch im aufgebauten Zustand oder ohne Sicherheitsnetze einfach ins Trockene schieben. Der Vorteil dabei: Wenn deine Kinder an einem sonnigen Herbst- oder Wintertag springen möchten, ist das Gerät schnell wieder hervorgeholt. Bei größeren Modellen und bei weniger Platz ist jedoch ein Abbau nötig.

Unsere Tipps zum Abbau

  • Der Abbau geht wesentlich schneller und leichter, wenn man ihn zu zweit macht.
  • Der Lagerraum sollte trocken und frostfrei sein.
  • Verstaue spitze Gegenstände, wie Federn oder Schrauben, niemals zusammen mit dem Sprungtuch, der Randabdeckung oder dem Sicherheitsnetz, um Beschädigungen zu vermeiden.
  • Überprüfe alle Einzelteile vor dem Einlagern auf eventuelle Schäden.

So geht der Abbau

Suche dir für den Abbau am besten die Aufbauanleitung heraus. Nun kannst du die Aufbauschritte in umgekehrter Reihenfolge wieder rückgängig machen. Solltest Du die Anleitung nicht mehr haben, dann kannst Du natürlich auch beim Hersteller anfragen. Oft findet man Anleitungen auch im Internet als Download. Wenn nichts zu finden ist, dann bleibt Dir nichts anderes übrig als es ohne Anleitung abzubauen.

Sicherheitsnetz

Prüfen Sie das Sicherheitsnetz
Prüfen Sie das Sicherheitsnetz
  • Löse die Befestigungen vom Netz und vom Trampolinrahmen.
  • Ziehe die Stangen aus dem Netz (evtl. müssen vorher noch Schutzklappen abgenommen werden) und entferne die Schaumstoffpolsterung.
  • Nun kannst du die Stangen auseinandernehmen und verstauen sowie das Netz ordentlich zusammenlegen.

Randabdeckung

  • Entferne die Gummispanner, die die Abdeckung halten.
  • Nehme sie nun vorsichtig ab und lege sie zusammen.

Sprungtuch und Sprungfedern

Die Sprungfedern stehen unter Spannung und sollten immer zuerst vom stabileren Rahmen gelöst werden, damit das Sprungtuch nicht beschädigt wird.

Nun sind die Federn dran. Achtung: Sie stehen unter Spannung.

  • Löse die Federn immer zuerst vom Rahmen, nicht vom Sprungtuch.
  • Beginne mit der ersten Feder, danach die auf der genau gegenüberliegenden Seite, um dem Tuch die Spannung nach und nach zu nehmen.
  • Gehe jetzt auf eine andere Seite und wiederhole den Schritt.
  • Ist die Spannung entsprechend verringert, kannst du die Federn nacheinander lösen.
  • Lege das Sprungtuch zusammen und verstaue die Federn separat in einem Karton.

Rahmen

  • Entferne alle Schrauben und Muttern an den T-Stücken.
  • Ziehe den Rahmen auseinander.
  • Nun kannst du die Schrauben der Standfußverlängerungen lösen und diese vom Rahmen entfernen.

Das Einlagern – trocken und ordentlich

Wenn du das Gartentrampolin auseinander gebaut hast, muss es nur noch ordentlich verstaut werden. Das auseinandergebaute Gerät benötigt nicht viel Lagerplatz. Am besten aufgehoben ist es in 3-4 Kartons. Lege das Sprungtuch, die Randabdeckung und das Sicherheitsnetz in einen Karton. Die Netzpfosten und die Rahmenteile benötigen auch jeweils einen. Ein weiteres Behältnis brauchst du für Federn, Schrauben und Muttern.

Hinweis: das getrennte Lagern von scharfkantigen, metallischen Teilen des Gartentrampolins ist wichtig. Wenn Du das empfindliche Sprungtuch zusammen mit scharfkantigen Schrauben und Rahmenteilen lagerst, dann kannst Du im nächsten Jahr davon ausgehen, dass Du ein neues Gartentrampolin kaufen musst. Also bitte gleich getrennt lagern.

Alternative zum Abbau – Wetterschutzplane

Wetterschutzplane für ein Gartentrampolin von Ultrasport

Auch wenn der komplette Abbau zu zweit in der Regel in einer halben Stunde zu bewerkstelligen ist, gibt es noch eine schnellere Alternative. Viele Hersteller haben in ihrem Lieferumfang eine Wetterschutzplane enthalten. Für andere Modelle kannst du es nachkaufen.

Die Plane wird über den Rahmen gespannt und verhindert, dass das Sprungtuch, die Federn und die Randabdeckung Feuchtigkeit abbekommen. Somit sollte die Abdeckung unbedingt wasserdicht und reißfest sein.

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Anbringen der Wetterschutzplane

  • Entferne das Sicherheitsnetz, wie oben beschrieben.
  • Optional: Löse die Federn und lege das Sprungtuch zusammen.
  • Breite die Plane über dem Rahmen aus.
  • Schnüre die Seile am Boden des Trampolins fest.

Nachteile

  • Die Plane schützt nicht vor Frostschäden.
  • Das Trampolin muss trotzdem sehr weit abgebaut werden, sodass sich die Erleichterung kaum lohnt.
  • Lässt man das Sprungtuch, die Federn und die Randabdeckung über den Winter draußen, ist es zwar durch die Plane vor Feuchtigkeit geschützt. Den Schnee musst du trotzdem regelmäßig vom Trampolin entfernen, um das Sprungtuch zu schützen.

Unser Fazit

Wenn du möglichst lange Freude an deinem Gartentrampolin haben möchtest, solltest du es für den Winter einlagern oder schützen. Eine Wetterschutzplane hält die Feuchtigkeit auch nicht komplett fern. Möchtest du auf Nummer sicher gehen, solltest du es komplett abbauen und in einem trockenen und frostfreien Raum verstauen. Wenn man den Abbau zu zweit angeht, hat man es in einer halben Stunde geschafft und das Gerät hält wesentlich länger. So hat man zwar an schönen Herbst- oder Wintertagen nicht die Möglichkeit zu springen, dafür freuen sich die Kinder im Frühjahr wieder umso mehr auf ihr Trampolin.

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