Was bringt das Trampolinspringen – Für welche Muskeln, die Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit ?

Wer meint, dass Abnehmen und Spaß nicht zusammenpassen, der ist wohl noch nie auf einem Trampolin gesprungen. Hollywood lebt es uns schon lange vor, denn Stars wie Reese Witherspoon oder Megan Fox heben regelmäßig ab. Kein Wunder, schließlich ist das Hüpfen auf dem Trampolin extrem effektiv. Zehn bis 20 Minuten pro Tag reichen aus, um sichtbare Abnehmerfolge zu erzielen.

Gartentrampolin

Trampolin zum Trampolinspringen

Doch wie genau wirkt sich das Training auf die Koordination, die Ausdauer und vor allem auf die Muskeln aus? Wir wollen in unserem Ratgeber aufklären und alles Wissenswerte rund um das Thema Trampolin an die Hand geben.

Das Trampolin für zu Hause

Wer keine Zeit hat ins Fitness-Studio zu gehen oder lieber zu Hause ohne „Publikum“ trainieren möchte, ist mit einem Trampolin gut bedient. Viele Hersteller bieten inzwischen Mini-Trampoline an, die selbst in der kleinsten Wohnung Platz finden. Doch auch wenn der Begriff „Mini-Trampolin“ nicht unbedingt nach Kondition und Ausdauer klingt, sollte die Intensität nicht unterschätzt werden. Das Hüpfen auf dem Trampolin ist extrem anstrengend und bringt den Sportler schnell ins Schwitzen. Bessere Minitrampoline – oft mit Haltestange- werden Fitnesstrampoline genannt und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Die Trainingsdauer auf dem (Fitness)-Trampolin

Zwei Mal fünf Minuten täglich reichen aus, um die Energie in den Zellen spürbar zu steigern. Dabei sollte der Sportler darauf achten, dass einfache federnde Geh- und Hüpfschritte praktiziert werden. Dadurch wird die Lymphe zum Fließen gebracht und der Blutkreislauf angekurbelt. Gifte und Schlacken werden dabei besser aus ausgeschieden. Dies hat zur Folge, dass alle Zellen und Organe besser mit Sauerstoff und Blut versorgt werden.

Das passiert, wenn der Sportler täglich nur 10 Minuten auf dem Trampolin hüpft:

  • Bessere Sauerstoff-Versorgung der Zellen
  • Mehr Kondition
  • Anregung von Lymphfluss und Durchblutung
  • Verbesserte Konzentration
  • Fettabbau
  • Produktion von Fettverbrennungsenzymen
  • Strafferes Bindegewebe
  • Verbesserte Organfunktionen
  • Gesenkter Ruhepuls
  • Bessere Entspannung
  • Normalisierter Blutdruck
  • Normalisierte Blutwerte
  • Gesenkter Blutzuckerspiegel
  • Abgebaute Insulinresistenz
  • Gestärktes Immunsystem
  • Darmkrebs-Vorbeugung
  • Diabetes-Vorbeugung
  • Gestärkte Muskelzellen
  • Schwerere und dichtere Muskeln
  • Gesteigertes Muskelwachstun
  • Straffes Bindegewebe
  • Starke Bänder
  • Starke Sehnen
  • Starke Knochen
  • Gesenktes Osteoporose-Risiko
  • Starkes Knochensystem
  • Gesteigertes Selbstbewusstsein
  • Bessere Nachtruhe

Die Auswirkungen im Detail

Zellen

In unseren Zellen wird die Energie in Form Nährstoffen in Wärme und Muskelkraft umgewandelt. Diese Umwandlung kann jedoch nur dann stattfinden, wenn im Rahmen der Zellwand ausreichend Energie vorhanden ist, welche durch Licht oder Bewegung gewonnen wird. Dieser Prozess wird lebenslang wiederholt. Sind wir bei bester Gesundheit, dann befinden sich unsere Zellen in einem permanenten Stadium der Erneuerung. Dadurch werden die Zellen gestärkt. Das hat zur Folge, dass auch die Organe gestärkt werden, zu denen sie gehören. Das bedeutet, dass der Sportler mit regelmäßiger Bewegung dafür sorgt, dass schwache Zellen gestärkt beziehungsweise beseitigt werden, um neuen Platz für stärkere Zellen zu schaffen. Das Trampolin eignet sich hervorragend für die tägliche Bewegung, um die Zellen zu stärken oder zu erneuern.

Das Lymphsystem

Im Lymphsystem befindet sich eine vom Blutsystem abgesonderte Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit ist dafür verantwortlich, dass wichtige vom Blut kommende Bestandteile (Nahrung, Sauerstoff, Aufbaustoffe) zur Zelle transportiert und deren Stoffwechselprodukte wieder abtransportiert werden. Dieses System besitzt kein Herz und muss deshalb von außen in Zirkulation gehalten werden. Die Lymphbahnen fungieren ähnlich wie unsere Venen. Bei keinem anderen Training als beim Springen auf dem Trampolin wird ein so großer Zelldruckwechsel bei so wenig Anstrengung erreicht. Mit diesem Zelldruckwechsel lässt sich das System in Zirkulation halten, weshalb als optimales Fitnessgerät für die Verbesserung des Lymphsystems gilt.

Das Herz-Kreislaufsystem

Auch wenn das Training auf dem Trampolin nicht gerade nach Anstrengung aussieht, wirkt es sich doch optimal auf das Herz-Kreislauf-System aus. Dies ist darauf zurückzuführen, dass beim Springen auf dem Trampolin wirklich alle Muskeln beansprucht werden. Dadurch wird das Herz-Kreislauf-System angeregt und Leistungsreserven werden aufgebaut.

Positiv: Der Sportler kann sich dabei – anders als beim Joggen – kaum überfordern.

Ein gut trainiertes Herz schlägt nicht so schnell, weil es effizient arbeitet. Das bedeutet, dass weniger Herzschläge für gegebenes Volumen erforderlich sind. Selbst nach einer erhöhten Aktivität reguliert sich der Herzschlag auf ein normales Maß zurück. Beim Training auf dem Trampolin verbrauchen die Zellen mehr Kalorien, wodurch der Cholesterinspiegel gesenkt und angelagertes Fett verbrannt wird. Damit lassen sich nicht nur Gewichtsprobleme, sondern auch deren Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck regulieren.

Der Muskelaufbau

Hudora Fitnesss Trampolin Sky 110

Hudora Fitnesss Trampolin Sky 110

Das Workout auf dem Trampolin eignet sich hervorragend für ein effektives Muskelaufbau-Training. Das Trampolin hat im Gegensatz zu anderen Fitness-Geräten einen entscheidenden Vorteil: Die wechselnden Beschleunigungskräfte sorgen dafür, dass wirklich alle Muskeln unwillkürlich gefordert werden und mitarbeiten müssen. Die beim Abbremsen wirkende Gravitationskraft sorgt dafür, dass die Muskeln stärker werden.

Interessant für Frauen: Die Beckenbodenmuskulatur wird dabei gestärkt.

Das Trampolin-Training stärkt jede einzelne Zelle in jedem einzelnen Muskel. Das führt zu mehr Ausdauer, Kraft und Kondition. Aber auch die neuromuskuläre Effizienz und die Muskelgröße werden erhöht. Der dadurch optimierte Stoffwechsel wirkt sich festigend und straffend auf das schwer zu beeinflussende Bindegewebe aus.

Das Knochensystem

Unser Knochensystem reagiert empfindlich auf Schocks und Traumen, welche zum Beispiel beim Joggen hervorgerufen werden. Ein gesundes Knochengewebe lässt sich durch ausreichende Muskelspannung erzielen, welche durch tägliche Bewegungen und Belastungen ausgelöst wird. Das Training auf dem Trampolin stärkt das Knorpelgewebe welches sich in den Gelenken befindet, regt die Bildung von weißen und roten Blutkörperchen an und erhöht die Anzahl der Kollagenfasern sowie das Rückenmark. Die Kollagenfasern definieren den wichtigen Gewebeschutz. Entsprechend der Belastung welche durch Körperbewegungen auf unser Knochensystem lastet, formt sich das Knochensystem ständig neu. Durch das regelmäßige Training auf dem Trampolin lässt sich die Knochenstruktur stärken, sodass Osteoporose vorgebeugt werden kann. Zudem lassen sich beim Trampolin-Training alle positiven Wirkungen des Joggens erzielen, ohne dabei die gefährlichen Auswirkungen beim Laufen auf hartem Boden in Kauf nehmen zu müssen.

Die Gelenke

Durch Bewegung werden die in den Gelenken befindlichen Knorpelschichten dazu angeregt, Schmierflüssigkeit zu produzieren. Wer sich nicht ausreichend bewegt, riskiert das Austrocknen der Knorpel und die Gelenke schmerzen. Wer sein Bewegungstraining auf einem elastischen Trampolin angeht, profitiert von der weichen Federung, welche die Druckbelastung auf die Gelenke auf ein Minimum reduziert.

Das Immunsystem

Der Lymphkreislauf wird unter anderem durch die Pumpwirkung der Muskulatur beschleunigt. Dieser Kreislauf ist dafür zuständig den Körper zu entgiften. Das moderate Bewegungstraining auf dem Trampolin regt zusätzlich die Produktion der Abwehrzellen an. Auf diese Weise stärkt der Sportler sein Immunsystem und ist damit weniger anfällig für Allergien und Krankheiten.

Die Gewichtskontrolle

Das Trampolin-Training sorgt dafür, dass ausnahmslos alle Muskeln beansprucht und der Stoffwechsel angeregt wird. Zudem sorgt das Springen auf dem Trampolin für eine optimierte Peristaltik (Darmaktivität) und führt damit zu kürzeren Verdauungszeiten. Dieser Effekt ist maßgeblich für eine erfolgreiche Gewichtsreduzierung. Darüber hinaus ist zu beachten, dass das Fett ausschließlich bei moderater Bewegung verbrannt wird. Das sanfte Training auf dem Trampolin kommt diesem Prozess sehr entgegen.

Einen Artikel dazu im Rageber: Abnehmen mit dem Trampolin >>

Hinweis: Vom sogenannten „Powertraining“ auf dem Trampolin ist abzuraten, da dabei lediglich die schnell verfügbaren Kohlenhydrate verbrannt werden. Dieser Prozess hilft jedoch keinesfalls dabei langfristig und nachhaltig Gewicht zu reduzieren.

Die Balance

Während des Trampolin-Trainings muss die gesamte Muskulatur dafür sorgen, dass der Sportler nicht seine Balance verliert. Dabei handelt es sich um eine permanente Korrektur, welche die Koordination des Körpers deutlich verbessert. Das bedeutet, dass der Sportler sicherer auf den Beinen ist, was sich auch im Alltag positiv auswirkt, wenn es das darum geht, nicht so schnell das Gleichgewicht zu verlieren.

Die Bandscheiben

Um die Balance zu halten, wird der Sportler auf dem Trampolin praktisch dazu gezwungen, senkrecht zu stehen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Bandscheiben gleichmäßig und somit optimal belastet werden. Das ständige Wechseln zwischen An- und Entspannung reget nicht nur den Stoffwechsel an, sondern wirkt sich gleichzeitig wie eine Massage auf die Bandscheiben aus. Zudem wird die Rückenmuskulatur trainiert, was sich wiederum positiv auf die Unterstützung der Wirbelsäule auswirkt.

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